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Glanzleistung von Alexander Schmidlechner in St. VeitBeim 29. internationalen Jacques Lemans Open in St. Veit an der Glan war Alex bis zur 8. Runde ungeschlagen und kämpfte um einen Stockerlplatz. Erst eine Niederlage in der letzten Runde gegen Johannes Sucher warf ihn auf den 9. Rang zurück. Wir zitieren aus der Homepage des Veranstalters: "Karl-Heinz Schein (Leoben) hatte im nationalen Meisterdisput mit Alexander Schmidlechner – etwas überraschend - das Nachsehen. Der 35-jährige Schmidlechner stellt sonst seine Figuren für den Ländle-Verein Götzis auf optionale Spielfelder ab." Nun ist natürlich klar, worin das Geheimnis des Erfolgs besteht. Während gewöhnliche Sterbliche mit 64 Feldern auskommen müssen und dort die optimalen Positionen für ihre Figuren suchen dürfen, verfügt Alex noch über "optionale Spielfelder". Wo die wohl sind und wie er es schafft, die Figuren rechtzeitig in die Partie zurück zu bringen, wird wohl immer ein Kärtner Geheimnis bleiben … Zu Runde 5 heißt es: "Turniergeschichte vorläufig schreibt jedoch Alexander Schmidlechner, Verein Götzis. Der 35-Jährige stellt sich zum ersten Mal in St. Veit und könnte nach seinem Sieg über Anton Praznik zur Topüberraschung avancieren." Die Lobeshymne des Veranstalters ging auch in Runde 6 weiter: "FM Genser holte sich gestern scheinbar mühelos sein Schwarz-Remis in der Wiener Variante im Damengambit im Duell mit dem bärenstarken „Ländle-Export“ NM Schmidlechner. Damit erhalten sich beide ihren Status der Unantastbarkeit." Auch nach Runde 7 war der offizielle Berichterstatter ekstatisch: "Am Spitzenbrett hatte Leader FM Praznik Weiß gegen Schmidlechner, aber das reichte für ihn auch nicht, um den so überzeugenden 35-jährigen Vorarlberger damit wirklich einzuschüchtern. Unangenehm, weil Praznik mit dieser Punkteteilung seine Führung an Mazi abtreten muss. Zudem steigt der Kurswert der Aktie Schmidlechner auf Rang eins." Nach der Vorschlussrunde schrieb der Sprachkünstler: "Auf den ersten 3 Tischen enden alle Partien mit einem Remis. Also Schmidlechner in seinem Duell mit IM Mazi, FM Genser in seinem Kurzzeitakt mit FM N. Praznik und Halvax im Kärntensport-Schlager mit Hartl." Wie das wohl wieder geht? Drei Partien und nur ein Remis? Leider konnte die offizielle Homepage nach der Schlussrunde nichts Gutes mehr vermelden: "Zum ersten tragischen Helden wurde aber der Vorarlberger Schmidlechner, der ausgerechnet von Landsmann Sucher in seinen ersten Verlust gehetzt wurde – die Konsequenz war der Rückfall auf den bitteren Endrang 9." Wir gratulieren Alex zu seiner tollen Leistung! Seine Partien sind auf dieser Homepage nachspielbar - ebenso wie jene von Johannes Sucher. Und beim Berichterstatter Alfred Eichhorn bedanken wir uns für seine unfreiwillige Sprachkomik. Karl Kraus hätte an ihm seine Freude gehabt! Helmut Egle |
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